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Konfirmandenpredigt 1998

Liebe Gemeinde,

Der heutige Predigttext handelt von einer Heilung Jesu, sie steht in Markus 5, Vers 24 - 34. Die Geschichte erzählt von einer Frau, die seit zwölf Jahren unter starkem Blutfluß leidet. Viele Ärzte haben versucht sie zu heilen, aber vergebens. Sie hatte ihr ganzes Gut verwendet. Und es war nicht besser geworden, sondern nur schlimmer. Als sie hörte, daß Jesus in der Stadt ist, wollte sie unbedingt sein Kleid berühren, denn sie sagte sich: "Wenn ich nur seine Kleider könnte anrühren, so würde ich gesund." So ging sie mit dem Volk und berührte von hinten sein Kleid. Und siehe da, nach kurzer Zeit wurde die Blutquelle gestoppt, und sie merkte, daß sie von ihrer Plage geheilt war. Auch Jesus fühlte alsbald an sich selbst, daß eine Kraft von ihm ausgegangen war. Er wandte sich an das Volk und fragte: "Wer hat mich berührt?"

Die Frau zitterte am ganzen Leib, sie fürchtete sich, weil sie wußte, was an ihr geschehen war. Sie fiel vor Jesus nieder und sagte ihm die Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: "Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht, gehe hin in Frieden und sei gesund von Deiner Plage."

Es ist schon enorm, wenn man so sieht, was der Glaube allein alles bringen kann. Kein Arzt kann mehr helfen, aber der Glaube. Wir haben selbst miterlebt, wie schlecht es unseren Mitmenschen geht. Nur ein paar Kilometer von Dortmund entfernt sieht man es mit eigenen Augen. Aber für diese Menschen ist die Behinderung durch den Glauben an Gott leichter geworden, sie leben damit. In Bethel sind besonders viele epilepsiekranke Menschen. Sie bewegen sich im Ort genauso wie gesunde Menschen und man würde ihnen ihre Behinderung nicht ansehen, wenn sie nicht eine Art Helm tragen würden, der sie vor schweren Verletzungen bei einem ihrer Anfälle schützt. Wenn man diese Menschen so sieht, kann man sie wirklich nur bewundern. Unsereins beschwert sich schon bei Kopfschmerzen. Man sollte mehr für diese kranke Leute tun und sich nicht schnell wegdrehen. Es sollte mehrere Orte wie Bethel geben, wo Gesunde und Kranke miteinander leben.

Desirée Gundlach

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