Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2001 - 2 - Inhalt  
www.patroklus.de

 


Text der Charta Oecumenica:    www.kirchedosued.de/charta


 

Liebe Gemeinde,

auf dem Titelbild des Gemeindegrußes sehen Sie das schöne Kirchhörde. Grün steht im Mittelpunkt, Bäume, die unser Herz erfreuen und uns Luft geben zum Atmen. Fehlt nur noch etwas für die Seele. Doch auch das ist da: Zwei Kirchen, Gotteshäuser, Orte der Besinnung, Orte der Begegnung.

Die evangelische Patroklus-Kirche im Vordergrund ist uns vertraut, doch auch in der katholischen St. Patrokli-Kirche fühlen wir uns wohl.

Wir durften sie am Pfingstmontag wieder erleben. Seit einigen Jahren pflegen wir den Brauch, an diesem Tag einen ökumenischen Gottesdienst zu halten. In diesem Jahr war unsere Gemeinde in der katholischen Kirche zu Gast. Pastor Georg Ischler begrüßte die Gottesdienstgemeinde mit dem Hinweis auf den gemeinsamen Namen, der uns verbindet.

Für die Predigt, die ich in diesem Jahr zu halten hatte, nahm ich mir schon länger vor, etwas zur aktuellen ökumenischen Situation zu sagen:

Bemüht euch, die Einheit des Geistes zu bewahren

durch den Frieden, der euch zusammenhält. Epheser 4,3

Mit diesen Worten beginnt die Charta Oecumenica. Ein Text, der erst wenige Wochen zuvor verabschiedet wurde. Er versteht sich als Leitlinie für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa. Dazu gehören Selbstverpflichtungen, die zu einer sichtbaren Einheit der Kirchen führen sollen. Dabei soll Europa als Lebensraum der Völker mitgestaltet werden und der Dialog mit anderen Religionen gepflegt werden. Wie kann man solch großen Zielen gerecht werden? Es lag nahe, bei diesem europäischen Kirchenpapier den Blick auf Europa zu lenken. Einheit ist möglich, als Einheit in der Vielfalt. So verhält es sich auch mit dem Euro, den wir im nächsten Jahr mit uns herumtragen. Die Vorderseite der Münzen zeigt die Wertangabe, die Rückseite zeigt Besonderheiten der Herkunftsländer. Da liegt dann neben dem Bundesadler der Großherzog von Luxemburg mit Dante aus Italien im Portmonee. Einheit in der Vielfalt. Beim Geld heißt das: Eine Währung, aber aus verschiedenen Herkunftsländern. Bei den Kirchen könnte es heißen:  Eine Wahrheit, aber verschiedene Glaubensauffassungen. Ein Vorbild auch für das Verständnis des Abendmahls. Denn auch in dieser Frage haben sich die europäischen Kirchen auf einen Weg zur sichtbaren Einheit verpflichtet. Die vielen positiven Rückmeldungen auf diesen gemeinsamen Gottesdienst machen mir Mut, den Weg zur Einheit des Geistes zu gehen. Gottes Frieden wünscht Ihnen Ihr Pfarrer M. Nitzke

 

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