Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2001 - 3- Inhalt     
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Liebe Gemeinde,

Wir leben, in einer Zeit, in der viele Menschen nachdenklicher und auch trauriger geworden sind. In diesem Jahr sind wir besonders aus der Unbeschwertheit des Sommers herausgerissen worden. Die schrecklichen Ereignisse in den USA haben in uns allen deutliche Spuren hinterlassen. Beim Schreiben dieser Zeilen bedrückt uns die Ungewissheit über die zukünftigen Entwicklungen. Das verstärkt noch die Stimmung, die die anstehenden Feiertage im November vermitteln. Buß- und Bettag, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag und, auf Seiten unserer katho­lischen Mitchristen, Allerheiligen und Allerseelen - sprechen Seiten unseres menschlichen Lebens an, die wir nur ungern zum Thema machen: Die Mög­lichkeit des Scheiterns und die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu begehen (Buß- und Bettag), die Unausweichlichkeit des Todes und, damit verknüpft, die Frage nach einem Weiterleben im Anschluss an dieses irdische Dasein.

So werden viele Menschen, die in der letzten Zeit einen lieben Partner, An­gehörigen oder Freund verloren haben, in diesen Wochen besonders intensiv an diesen Verlust erinnert. Der Gang an die Gräber und das Entzünden von Kerzen im Gedenken an die Verstorbenen kann im Leben dieser Menschen dann einen wichtigen Stellenwert erhalten.

Wir hoffen, dass wir durch die Hoffnung auf Auferstehung, die uns durch Christus nahe gebracht worden ist, die Kraft gewinnen, traurige Erfahrungen im persönlichen und öffentlichen Bereich zu bestehen.

Dass Ihnen dies gelinge, wünschen Ihnen Ihre

Pfr. Karsten Schneider  und Pfr. Michael Nitzke

 

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche 
in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock,
zu den Terroranschlägen in den Vereinigten Staaten von Amerika

Fassungslosigkeit und Entsetzen sind meine Gefühle angesichts der schrecklichen  Terroranschläge auf zentrale Einrichtungen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Klar ist: Skrupellose, menschenverachtende Täter haben Tausende von Menschenleben geopfert. Wir fühlen uns ohnmächtig angesichts von politischem Fanatismus und Extremismus, die ihre blutige Ernte halten.

Alle Christen in Deutschland fühlen in diesen schrecklichen Stunden mit den Bürgerinnen und Bürgern der USA. Gott stehe ihnen und uns allen bei. Wir richten unsere Klage zu Gott, wir beten für die Opfer und ihre Angehörigen. Wir beten um den Frieden. Wir beten für die politisch Verantwortlichen, die in diesen Stunden vor schweren Entscheidungen stehen.

Hannover, den 11. September 2001 Pressestelle der EKD

 


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