Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2003 - 2  - Inhalt  
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Wechsel im Presbyterium

 Im März 2003 ist unsere langjährige Presbyterin Frau Brigitte Vehrigs-Cornehl nach über elfjähriger Dienstzeit vom Presbyteramt zurückgetreten. Das Presbyterium hat Frau Anette Struck als Nachfolgerin berufen. Frau Struck wurde beim Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden ins Amt eingeführt, Frau Vehrigs-Cornehl am Gründonnerstag mit Dank verabschiedet. Das Bild zeigt derzeitige und ehemalige Mitglieder des Presbyteriums nach dem Gottesdienst am Gründonnerstag.

Lesen Sie hier die Danksagung an die ehemalige Presbyterin, die Vorstellung der neuen Presbyterin und einen Aufruf zur Kandidatur zum Amt des Presbyters oder der Presbyterin bei der Kirchenwahl am 15. Februar 2004.            M.N.

 

Ehemalige und derzeitige Mitglieder des Presbyteriums bei der Verabschiedung von Frau Vehrigs-Cornehl: Michael Nitzke, Ernst Giesing, Veronika Otremba, Irmgard Hövel, Brigitte Vehrigs-Cornehl, Anette Struck, Elke Woock-Beutner, Dirk Metzner, Rüdiger Ogilvie.

 Herzlichen Dank für elf Jahre

Bei der Kirchenwahl 1992 hat Frau Brigitte Vehrigs-Cornehl für das Amt der Presbyterin kandidiert und ist von der Gemeinde gewählt worden.

Eigentlich sollte in diese Zeit der wohlverdiente Ruhestand fallen. Der Dienst der Leiterin einer Schule für geistig Behinderte fordert den ganzen Menschen, danach hat man eigentlich Ruhe verdient. Doch Frau Vehrigs-Cornehl engagierte sich in ihrer „alten“ Gemeinde und übernahm zum Presbyteramt später noch weitere Aufgaben: die Leitung des Seniorenkreises, die Mitarbeit im Geburtstagsbesuchskreis und die Mitwirkung im Lektorenkreis. Wir sind dankbar, dass sie diese Aufgaben auch nach dem Ausscheiden aus dem Presbyterium gerne weiter ausfüllt. Persönliche Gründe haben sie zu dem Schritt bewogen, das Amt niederzulegen, das sie immer mit viel Liebe und Engagement für die Sache Gottes und der Gemeinde ausgefüllt hat.

Sie trat das Amt in einer Zeit an, die nicht leicht war. Die Zeit war geprägt vom Wechsel im Pfarramt und in vielen anderen personellen Positionen. Die Jubiläen der letzten Zeit geben davon Zeugnis. Frau Vehrigs-Cornehl trug dazu bei, dass diese Zeit zu einem guten Weg für die Gemeinde wurde. Mit kritischem Auge, offenem Ohr und liebendem Herzen begleitete sie die Sitzungen des Presbyteriums und die weiteren damit verbundenen Aufgaben. Und davon gab es einige. Das Sammeln des Klingelbeutels in der Kirche ist zwar die augenfälligste Aufgabe, aber sicherlich eine der leichtesten Übungen. Um hier stellvertretend nur einige aufzuführen, sei die Mitgliedschaft im Kindergartenrat genannt, die Vertretung der Gemeinde in der Kreissynode, was wiederum weitere Aufgaben nach sich zog, wie die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss des Kirchenkreises.

Frau Vehrigs-Cornehl konnte in ihrem Amt stets gute Ratschläge geben, die immer eine gute Hilfe für die Gemeindearbeit waren. Sie hat tatkräftig dabei mitgewirkt, dass die Gemeinde ein Ort ist, an dem man sich zu Hause und geborgen fühlen kann. Ihre berufliche Praxis und ihr christlicher Glauben gaben ihr eine gute Grundlage für ihren Dienst.

Ich möchte an dieser Stelle im Namen der Gemeinde ganz herzlich dafür danken, dass Frau Vehrigs-Cornehl ihren Ruhestand zum Unruhestand werden ließ und sich so intensiv für ihre Gemeinde einsetzte.

Wir freuen uns, dass sie weiterhin den Seniorenkreis im Gemeindehaus Peter-Hille-Straße leitet und sich auch sonst in vielfältiger Weise in die Gemeinde einbringt.                               Pfr. M. Nitzke

 

Die „Neue“ im Presbyterium

Da fragt man sich doch: Wer ist das? Deshalb darf ich mich kurz bei Ihnen vorstellen und der Einfachheit halber beginne ich mit einer Kurzbiographie.

Mein Jahrgang ist 1961, ich bin in Löttringhausen aufgewachsen und lebe seit 1984 in Kirchhörde. Verheiratet bin ich mit Joachim Franzke und wir haben eine siebenjährige Tochter, Esther. Nach dem Kunstgeschichtsstudium habe ich am Architekturmuseum in Frankfurt, Kunstverein Stuttgart, der ETH Zürich und im Kaiser-Wilhelm Museum in Krefeld gearbeitet.

Sie sehen, dass wir schon viel unterwegs waren, aber immer unseren Hauptwohnsitz in Kirchhörde beibehalten haben und auch gern wieder hierher zurückgekommen sind. Vielleicht ist wirklich etwas daran, wenn gesagt wird, dass vor allem die soziale Verbundenheit der Menschen dieser Region eine besondere Qualität hat.

Das Interesse an der Gemeindearbeit begann durch eine Freundin, die mich mit in den Gospelchor genommen hat. Als Anstoß durch unter anderem dort geführte Gespräche sind Annette Herling, zusammen mit den Pfarrern, und ich auf die Idee des Glaubensgrundkurses gekommen.

Das Interesse und die Auseinandersetzung mit der christlicher Religion war  immer da, aber die provokante Frage, ob die christliche Lehre einen Wert für unser modernes Leben hat, stellt sich für viele. Manche sehen Religion nur noch allenfalls als Dienstleistung. Setzt man sich mit der Bibel auseinander, so ist zu erkennen, dass sie sich im Grunde mit den großen Fragen des Menschseins beschäftigt: - Leid, Leidensbewältigung, Vertrauen, Verlust von Hoffnung - und darum kommen von dort bedeutsame Impulse. Es kann aber gut sein, dass vieles so formelhaft präsentiert wird, dass sich der moderne Mensch mit seinen Fragen darin nicht wieder erkennt.

Sie glauben gar nicht, wie zum Teil in dem Glaubensgrundkurs heftig diskutiert wurde. Ich sehe diese Auseinandersetzung sehr positiv.

Natürlich sind mit der Arbeit des Presbyteriums mannigfache Aufgaben zu erledigen, die einfach alltäglichen Situationen entsprechen und ich darf Ihnen sagen, dass ich mich sehr auf die Arbeit im Sinn unserer Gemeinde freue. Jeder hat verschiedene Gaben und kein einzelner Mensch hat alle Gaben. Darum sind alle aufeinander angewiesen. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Gelegenheit geben, mit Ihnen Gespräche zu führen.             Anette Struck 

 

Kirchenwahl 2004: Neue Presbyter gesucht

„Unsere Basis muss stimmen“ mit diesem doppeldeutigen Spruch ruft die Kirche zur Presbyterwahl im nächsten Jahr auf. Nach den Sommerferien geht es mit der Auslegung des Wahlverzeichnisses los, Anfang November ist dann eine Gemeindeversammlung, auf der offiziell zur Kandidatur eingeladen wird. 14 Tage nach der Versammlung endet die Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge. Der genaue Terminplan wird im nächsten Gemeindebrief veröffentlicht. Vier der acht Presbyterstellen werden durch die Wahl 2004 besetzt. Wir freuen uns, wenn die bisherigen Mitglieder wieder kandidieren und laden herzlich interessierte Gemeindeglieder zur Kandidatur ein.

 

Im Presbyterium, das man auch als Vorstand der Kirchengemeinde bezeichnen könnte, können alle Mitglieder gleichberechtigt mit den Pfarrern über die Belange der Gemeinde entscheiden.                 Pfr. M. Nitzke

Fotos: Rimatzki (2), Nitzke

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