Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2003 - 3  - Inhalt  
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Monatsspruch September 2003

Was wir hörten und erfuhren, was uns die Väter erzählten,

das wollen wir unseren Kindern nicht verbergen.  Psalm 78,3.4

Liebe Gemeinde,

„der Glaube geschieht im stillen Kämmerlein“, dieser bekannte Satz drückt aus, dass der Glaube Privatsache ist, und von niemandem kontrolliert werden soll. Er soll auch nicht für politische oder wirtschaftliche Vorteile missbraucht werden. Doch scheinbar haben diese Rücksichtnahmen mit der Zeit dazu geführt, dass über den Glauben überhaupt nicht mehr gesprochen wird. Die religiöse Erziehung wurde gerne den Institutionen Schule und Kirche überlassen. Doch das persönliche Wort zwischen Eltern und Kindern kann das nicht ersetzen. Die Bibel fordert dazu auf, den Glauben von Generation zu Generation zu überliefern. Zu biblischen Zeiten war die mündliche Erzählung das einzige Massenmedium. Doch heute in Zeiten von Satellitenfernsehen und Internet gewinnt gerade die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht große Bedeutung. Der Gesprächspartner merkt, ob ich zu dem stehe, was ich sage, oder ob ich nur Binsenwahrheiten herunterspule.

Wenn Kinder merken, dass sie über das, was sie in der Schule, in der Kinderbibelwoche oder in Familiengottesdiensten hören, mit den Eltern sprechen können, dann ist viel gewonnen. Der Glaube wird mit Leben gefüllt, wenn er von lebenden Menschen weitergegeben wird. Aber Glaube ist auch nicht nur etwas für Kinder. Vergebung, Hoffnung in Krankheit und Vertrauen auf eine Zukunft nach diesem Leben sind Glaubensinhalte, die Erwachsene in ihren verschiedenen Lebensphasen ebenso bewegen.

Es kostet Mut sich mit Fragen und Anfragen zum Glauben an andere zu wenden. In einer Gemeinde von Menschen, die sich vertrauen, ist das möglich. Lassen Sie uns miteinander ins Gespräch kommen.

Ihr Pfarrer Michael Nitzke

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