Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2004 - 3  - Inhalt  
www.patroklus.de - www.kirchhoer.de 

Liebe Gemeinde,

vom Häuserbauen verstehe ich nichts. Wenn ich mit meinen Händen daran mitbauen müsste, hätte der liebe Gott noch mehr zu tun, damit das Vorhaben nicht umsonst ist. Diese Zeilen entstehen, wie die übrigen in diesem Heft, in meiner „Ferienwohnung“ in der Bozener Straße. Am 1. September werden wir, so Gott will und wir leben, wieder im frisch sanierten Pfarrhaus wohnen. Für mich passt also der Monatsspruch ganz besonders. Wird alles in Ordnung sein? Handwerkern, Ingenieuren, kirchlichen Architekten und vor allem den gemeindlichen Kirchmeistern ist zu danken, wenn alles wie geplant klappt. Wenn keine Energie verschwendet wird, das Erdreich nicht von Abwässern aus maroden Rohren bedroht wird, wenn sich die Familie im Haus wohl fühlt, dann ist die Baumaßnahme gelungen. „Umsonst“ war das nicht! Dass es nicht vergeblich war, darum bitten wir Gott.

Manch einer wird vielleicht mahnend den Zeigefinger erheben, und sagen: „Nehmt Gott nicht für eure menschlichen Dinge in Anspruch!“ Doch wer dem Psalm folgt, wird Gott nicht vereinnahmen. Wer die Worte wirklich verinnerlicht, wird sich selbst zurücknehmen, wird das eigene handwerkliche oder planerische Können als Gottesgabe dankbar annehmen, und wird wissen, dass der Mensch allein niemals alles im Griff haben kann.

Und wer keine Bohrmaschine gerade halten kann? Wer keine zwei Steine übereinander setzen kann? Wem die Tapeten gleich wieder runter fallen? Der tröstet sich mit dem zweiten Vers des 127. Psalms: Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.         Ihr Pfr. M. Nitzke

  Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2004 - 3 - Inhalt  
www.patroklus.de - www.kirchhoer.de