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Gemeindegruß Kirchhörde - Ausgabe 2004 -
4
- Inhalt |
Jetzt
ist es so weit … seit dem 28.11. ist die Adventszeit da! Das
erste Licht am Adventskranz brennt. Nun kann alles weihnachtlich geschmückt
werden; nun kann man die Weihnachtsplätzchen backen und nach Herzenslust
Zimtsterne und Spekulatius verspeisen.
Wie bitte, Sie selbst haben Ihre ersten Lebkuchenherzen schon im Oktober gegessen? Und die Fichten im Vorgarten haben Sie schon längst mit Lichterketten behängt? Und Ihr Nachbar ist Ihnen mit all dem sogar noch zuvorgekommen?
Na ja, das ist ja wohl heute so. Und die Werbung in den Geschäften lässt einem doch auch kaum eine andere Wahl. Die ganzen weihnachtlichen Melodien … Der erste Schnee schon am 10. November … Und so schlimm ist es doch gar nicht, oder? -
Schlimm vielleicht nicht, liebe Gemeinde, aber schade, sehr schade. Denn wer nach den Herbstferien gleich in die Weihnachtszeit einzutauchen sucht, der hat etwas übersprungen: Den November nämlich, den November mit seinen stillen Feiertagen, mit dem fallenden Laub, den kürzer werdenden Tage, mit seinem Nebel – auch das will einen guten Platz haben im Jahreslauf und in unserem Empfinden. Erst wer mit offenem Bewusstsein auch durch diese Zeit gegangen ist, wird es auf einmal ganz besonders tröstend und wunderbar erfahren, wenn dann – am ersten Advent, nicht vorher – das erste Licht am Adventskranz entzündet wird.
Die Initiative der
Evangelischen Kirche in Deutschland „Alles hat seine Zeit! Advent ist im
Dezember“ will, auch wenn in diesem Jahr der erste Advent schon im November ist,
das Augenmerk eben darauf richten: Die vier Wochen der Vorbereitung auf
Weihnachten brauchen selbst einen guten Vorlauf, um in ihrer Bedeutung erlebt
werden zu können. – Ich hoffe, dass Sie einen guten November hatten – und nun
auch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit haben werden. Ihr
Pfr. Karsten Schneider
www.advent-ist-im-dezember.de
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